Ortsumgehung 2: Der Matzerath vom Mühlweg

»Das Haus meiner Kindheit war groß und leer.« So beginnt »Das Haus«, der zweite Band der ORTSUMGEHUNG. Inzwischen ist die Familie von der Bad Nauheimer Uhlandstraße in den Mühlweg nach Friedberg gezogen. Das Erdgeschoss des neuen Hauses bietet einen Blick in die offene Kellertreppe, einen »Schlund«. Oskar Matzerath hat sich an seinem dritten Geburtstag in so etwas hinabgestürzt und aufgehört zu wachsen. Maiers Andi stürzt nicht, aber verweigert trotzdem: das Sprechen, den Kindergarten, die Cousins und Lallo-Udo, den Nachbarsjungen. Oskar hat seine Blechtrommel, Andi den Bastelraum. Die Familie erzählt sich den Jungen als »Problemandreas«.

Im zweiten Teil des Bandes geht es in die Schule: »Nun musst du sein, was du nicht bist«, auch hier wieder Abwehrreaktionen, Kloß im Hals, und am Ende doch ein Stimmungsbild, im leeren Haus, eine Pink Floyd-LP des Bruders aufgelegt, und »die Musik vermischt sich mit meinem Zustand und dem Haus und allen seinen Räumen und der Wetterau vor den Fenstern, aus denen ich schaue«.

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