Endlich kommt er wieder ans Licht gekrochen, der Goldene Maulwurf, zum nunmehr *fünften* Mal:

Und hier sind sie, die Autoren und Zeitungen der 10 angeblich™ besten Artikel aus den Feuilletons des Jahres 2009:
1. Maxim Biller (FAS)
2. Peter Richter (FAS)
3. Henryk M. Broder (Tagesspiegel/Spiegel)
4. Wolfgang Büscher (Zeit)
5. Hans Ulrich Gumbrecht (Literaturen)
6. Nora Reinhardt (Spiegel)
7. Tom Kummer (Freitag)
8. Birk Meinhardt (SZ)
9. Felicitas von Lovenberg (FAZ)
10. Dietmar Dath (FAS)
Der 2009er war wieder ein hervorragender Jahrgang des deutschsprachigen Feuilletons. Eine genauere Durchleuchtung unseres Rankings gibt es in den 10 Mini-Laudationes, die sich wie die Jahrgänge 2005, 2006, 2007 und 2008 auch direkt von der rechten Seitenleiste aus anklicken lassen.
Auch in diesem Jahr hat sich das Consortium bei der Auswahl und beim Ranking auf ein paar Wochen hin verfeindet, hehe. Auf unserer Longlist standen noch andere unbedingt lesenswerte Feuilletontexte, etwa die ganz hervorragende Robert-Enke-Berichterstattung von Ralf Wiegand in der SZ, Alexander Smoltczyks »Ciao bella«-Artikel im »Spiegel«, Niklas Maaks Text über das Ende der deutschen »Vanity Fair« (FAS, 22. 2. 2009, S. 29), das Broder-Biller-Doppelinterview im SZ-Magazin oder Jochen-Martin Gutschs »Spiegel«-Artikel über Boris Becker.
Und dass die Schweiz 2009 so sehr mit sich selbst beschäftigt war (bröselndes Bankgeheimnis, Libyen-Affäre, Minarette), hat irgendwie auch das NZZ-Niveau gedrückt. Entdeckt haben wir aber Samuel Herzog, der zwar stets wenig Raum bekommt für seine Kunstberichterstattungsartikel in der NZZ, den aber ganz hervorragend ausfüllt.
Usw.
Bis zum nächsten Jahr,
Consortium Feuilletonorum Insaniaeque
Sollte man nicht im Kaffeehaus lesen. Sonst wird der schöne Russe ob seines dortigen Gebarens nicht mehr froh, weil ich ihm mein Heißschaumgetränk mitten in das Internetwerkzeug seiner Wahl pruste. Köstlich.
Als ich die Namen in „6vor9“ beim Bildblog las dachte ich: Biller & Broder? Himmelhilf. Bis ich dann die Begründungen hier las. Köstlich. Danke.
Der Richter-Beitrag ist wirklich gut. Aber so ganz stimmt das, was er in Bezug auf Angela Merkel nicht. Man denke an dieses Bild (die Hand!)
SZ abgeschlagen auf Platz 8. Quod erat demonstrandum.
Und die FR kommt gar nicht mehr vor. Man erwartet schon gar nichts anderes mehr. Ach, Niedergang.